Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zählt international zu den führenden Museen für Kunst, Kunsthandwerk und Design.
Seine einzigartigen und vielfältigen Sammlungen reichen von der Antike bis zur unmittelbaren Gegenwart und umfassen heute etwa eine Million Objekte, darunter Plakate von Henri de Toulouse-Lautrec und Pablo Picasso, Fotografien von Helmut Newton und Irving Penn, Möbel von Le Corbusier und Mies van der Rohe sowie Mode von Coco Chanel und Yves Saint Laurent. Mit großen und kleinen Sonderausstellungen wie „Mythos St. Pauli“ (2002), „Bilder, die lügen“ (2004), „Natur ganz Kunst“ (2004/05) oder „Ball im Kopf“ (2006) greift das Museum für Kunst und Gewerbe aktuelle Themen auf und präsentiert außergewöhnliche Aspekte deutscher wie internationaler Kunstgeschichte.
Geschichte
Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg ist ein typisches Kind des 19. Jahrhunderts. Die Industrialisierung hatte maschinengefertigte und genormte Massenware auf den Markt gebracht. Kreativität und handwerkliches Können behaupteten sich nur schwer gegen das billigere Angebot der Fabriken. Gewerbevereine versuchten daher, das Kunsthandwerk zu fördern und den Geschmack der Nation durch kleine Vorbildersammlungen nachahmenswerter alter ‚Kunstsachen’ zu fördern. Gleichzeitig gaben Weltausstellungen, die erste in London 1851, einen umfassenden Überblick über das zeitgenössische Kunstschaffen. Die Gründung des South Kensington Museum in London (1852, heute Victoria & Albert Museum) wies den Weg für das systematische Sammeln und die kritische Beurteilung angewandter Kunst der Vergangenheit und Gegenwart.
Die heute im Museum für Kunst und Gewerbe gebotene Vielfalt der Sammlungen, die den Nahen und Fernen Osten, die griechisch-römische Antike, die Skulptur und die angewandte Kunst Europas vom Mittelalter bis zur Gegenwart, aber auch Grafik, Mode und Fotografie umfassen, verdankt Hamburg dem Sammeleifer einer Reihe bedeutender Museumsdirektoren und ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiter. Das engagierte Interesse der Hamburger Sammler und Mäzene bereitete den Grund für das erfolgreiche Wirken der Museumsleute.
Die Justus Brinckmann Gesellschaft
Die Justus Brinckmann Gesellschaft ist der nach dem Museumsgründer benannte Freundes- und Förderverein des Museums, zu dem derzeit über 6.000 Mitglieder zählen. Dem Engagement jedes einzelnen Mitgliedes ist die Entstehung und Durchführung vieler Ausstellungsprojekte, Begleitveranstaltungen und Publikationen zu verdanken. Mitglieder genießen freien Eintritt zu allen Ausstellungen des Museums, verfügen über die Möglichkeit der Teilnahme an Kunstreisen und erhalten persönliche Einladungen zu allen Ausstellungseröffnungen sowie regelmäßige Informationen über Aktivitäten und Sonderveranstaltungen des Museums.
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz, direkt am Hauptbahnhof
Telefon: 040/42 81 34 27 32
E-Mail: service@mkg-hamburg.de
Internet: www.mkg-hamburg.de
Öffnungszeiten:
Di bis So 11 bis 18 Uhr, Mi und Do bis 21 Uhr
Service:
Gerd Bucerius Bibliothek, Museumsrestaurant „Destille“, Museumsshop, Vermietungen

